Aug
30
2011

“Die Idee entsprang meinem eigenen Drang perfekt zu sein.” Ein Interview mit dem Sieger des Krimi-Wettbewerbs

TestHast Du schon weitere Krimis geschrieben oder handelt es sich hierbei um ein Pilotprojekt?
Nunja, es handelt sich eigentlich nicht um einen Krimi; ich würde es eher einen Thriller nennen. Es ist mein erster Roman und dementsprechend schwer fällt es mir, zu schreiben. Bisher habe ich „nur“ Kurzgeschichten in verschiedenen Genres (Thriller/Grusel/Horror/Satire/autobiographisches) geschrieben.

Die Fans Deines ersten Krimikapitels warten schon auf die Fortsetzung. Hast du inzwischen weiter daran arbeiten können?
Das kann noch ein wenig dauern, bis der Roman fertig ist. Zumal mir vor Kurzem ein Virus die gesamte Festplatte zerstört hat und mein zweites, und begonnenes drittes Kapitel verloren gegangen sind. Der Wettbewerbsgewinn motiviert mich natürlich, verstärkt daran weiterzuarbeiten. Ich rechne Mitte 2012 mit der Fertigstellung.

In Deinem Text geht es um einen Amateur-Schönheitschirurgen, der junge Frauen verstümmelt. Woher kam die Idee zu diesem Plot?
Nun, soviel sei verraten, er verstümmelt sie ja nicht, sondern will ihnen etwas Gutes tun, indem er sie perfekt macht – die Opfer sterben aus Versehen. :-)
Die Idee entsprang meinem eigenen Drang perfekt zu sein – und meinem Kampf gegen diese Perfektionsliebe. (Nein, ich operiere in meiner Freizeit nicht an jungen Frauen herum ^^)

Krimis und Thriller sind sehr spezielle und beliebte Genres. Mit welchen Herausforderungen ist man konfrontiert, wenn man einen Krimi schreibt? Und wie versuchst Du diese zu meistern?
Die größte Herausforderung ist der extrem komplexe Plot. Die Umsetzung so zu gestalten, dass der Leser nicht so sehr verwirrt wird, dass er die Lust am Weiterlesen verliert, ist schwierig. Ich versuche die Übersichtlichkeit und Logik des Textes zu gewährleisten, indem ich immer wieder mein Testleser bemühe (denen ich an dieser Stelle einmal danken möchte!), deren Kritik und Anregungen mir schon oft geholfen haben, eine Klippe zu umschiffen.
Was mir auch sehr am Herzen liegt, ist der Versuch, nicht in Klischees zu verfallen, wenn ich meine Personen beschreibe – schließlich möchte ich etwas Eigenes schaffen und keine Xte Wiederholung einer bekannten Masche.

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