Nov
21
2011

Was mache ich gegen eine Schreibblockade? – Teil 1

Das Wort Schreibblockade weckt bei vielen Autoren unangenehme Gefühle. Wenn man gerne etwas zu Papier bringen möchte oder muss aber die Inspiration fehlt kann das beklemmend sein. Dauert der Zustand an, kann es sogar zu Frustration kommen. Schreiben macht dann keinen Spaß mehr, sondern verkommt zur Pflicht. Interessanterweise betrifft das fast alle Bereiche des Schreibens, ganz gleich ob Autor, Blogger, Journalist, Schriftsteller, Professor oder Student. Jeder ist gelegentlich aus unterschiedlichsten Gründen davon betroffen und entwickelt seine eigenen Strategien um sie zu überwinden. Das Phänomen Schreibblockade mit dessen Gegenstück Schreibzwang wurde auch wissenschaftlich untersucht. Dabei wurde bewiesen, dass der Temporallappen des Großhirns dafür verantwortlich ist und eine erhöhte Aktivität aufweist.

Doch was tun wenn man unmittelbar betroffen ist? Wichtig ist zu Wissen, dass man mittels einfacher Techniken diesen Zustand überwinden kann. Hier folgen die ersten vier Tipps unserer zweiteiligen Serie:

1. Der persönliche Bezug zum Thema

Oftmals sind Autoren so in ihrer Geschichte gefangen, dass sie nicht wissen wie sie erzählen sollen oder zu Papier bringen können. Oder sie kommen ins Stocken und wissen nicht weiter. Der Grund kann ganz einfach sein. Meist ist es eine zu große Distanz zum Thema die nicht überwunden werden kann. Entscheidend ist daher der persönliche Zugang. Erst das Persönliche macht das Werk interessant und lesenswert.

2. Das Umgehen mit der Zeit

Es gibt Autoren, die unter Zeitdruck erst richtig produktiv und kreativ werden. Bei den meisten bewirkt es jedoch das genaue Gegenteil. Wenn der festgelegte Termin immer näher rückt steigt die Panik. Der riesige Berg, der vor einem liegt wächst und scheint unüberwindbar. Das einfachste Mittel um dagegen anzugehen ist ein Arbeitsplan. Wenn man bereits im Voraus Zeit und Aufgaben wenigstens grob und großzügig plant, kann man abschätzen wie lang man noch braucht. Vielleicht hat man sogar den Ansporn die Arbeit schneller zu erledigen als geplant. Und auch wenn der ursprüngliche Plan nicht aufgeht, so hängt man doch nicht mehr in der Luft ohne jeden Halt.

3. Schreiben wie ein Uhrwerk

Der Schlüssel liegt in der Regelmäßigkeit des Schreibens. Dabei helfen auch Briefe, Tagebucheinträge, Blogbeiträge und E-Mails. Nur nicht außer Übung kommen, denn aus dem Kalten zu starten ist viel schwerer. Rituale können dabei unterstützen. Das aufsetzen einer Kanne Tee bevor es an den Schreibtisch geht, eine bestimmte CD im Hintergrund oder auch nur eine festgelegte Uhrzeit zu der der Kopf auf Kreativität „programmiert“ wird.

4. Die Suche nach dem Warum

Die Frage nach dem Warum ist meist gar nicht so einfach zu beantworten. Auslöser für eine Schreibblockade können beispielsweise Versagensängste, die Angst vor Ablehnung, persönliche Probleme die nicht gelöst sind oder sogar Depressionen sein. Manchmal ist es aber auch die Angst vor Erfolg, die den Autor negativ beeinflussen kann. Um für sich selbst den Auslöser zu finden muss man in sich hineinhorchen und vielleicht zu dem Zeitpunkt zurückgehen, an dem die Blockade angefangen hat.

Im zweiten Teil der Reihe gibt es weitere Tipps zur Überwindung von Schreibblockaden.

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