13
2012
Natalie K. Laura erzählt von ihrer Fantasiewelt “Kantarzia” – Ein Interview mit der Gewinnerin des Panem-Publikumspreises
Die Welt, in der „Die Zeitenspringerin“ spielt, ist sehr komplex aufgebaut und sprüht vor fantasievollen Ideen. Woher hattest du die Idee zu der Geschichte? Hast du dich von anderen Fantasyautoren inspirieren lassen?
Danke für das Kompliment! Die Idee zu meiner Geschichte tauchte unerwartet auf. Ich hatte erst kurz vor dem Ende der Einreichungsphase vom Wettbewerb erfahren und war anfangs sogar unsicher, ob ich wirklich teilnehmen sollte. Als ich die genaue Aufgabe las, entstanden plötzlich das fröhliche sowie düstere Kantarzia, Nalena, Borius und das Haus der Illusionen vor meinen Augen. Ich fing einfach an zu schreiben und ließ mich selbst überraschen. Nach und nach kamen die verschiedenen Handlungen und Charaktere hinzu. Als Kind stellte ich mir in Situationen von Krankheit und Langeweile oft vor, wie es wäre, wenn man sich teleportieren oder Illusionen kreieren könnte. Ich träumte mich in Welten, in denen Abenteuer passierten, viele Geheimnisse enthüllt wurden und magische Wesen existierten. In gewisser Weise schrieb ich durch „Die Zeitenspringerin“ einen Teil dieser Träumereien nieder und ließ sie „wahr“ werden. Hinzukommt, dass mich ambivalentes Verhalten fasziniert, wenn „Gut“ und „Böse“ sich vermischen und man für etwas kämpfen muss, das man erreichen will.
J.K. Rowling, Philip Pullman, Cornelia Funke, C. S. Lewis, Licia Troisi, Roald Dahl, Lewis Carroll und viele andere hervorragende Fantasyautoren hatten sicherlich einen Einfluss auf „Die Zeitenspringerin“ und inspirierten mich! Von den Meisterwerken dieser Autoren kann ich sehr viel lernen und ich bin froh, dass ich in deren magische Welten eintauchen darf.
Wirst du zukünftig auch weitere Geschichten in deiner Fantasiewelt Kantarzia spielen lassen?
Ich habe große Lust dazu. Bisher erhielt ich viel konstruktive Kritik, für die ich sehr dankbar bin. Zudem ist es das erste Mal, dass unbekannte Menschen mir Feedback geben. Es wird vor allem kritisiert, dass meine Geschichte fantasievoll, aber sehr komplex und dementsprechend an manchen Stellen verwirrend sei. Mein Ziel und Traum ist es nun, „Die Zeitenspringerin“ auszubauen, indem ich Verwirrungen aufhebe und alles detailreicher beschreibe. Ich möchte noch vieles über das düstere/fröhliche Kantarzia, die Hintergründe, den Illusionisten, Meister Krupp und natürlich Nalena und Borius schreiben. Auch Geschichten innerhalb Kantarzias, die über die bisherigen Charaktere hinausgehen, kommen mir in den Sinn und warten darauf aufgeschrieben zu werden.
Neulich dachte ich daran, wie schön es wäre, wenn Schnee verschiedenfarbig wäre und jede Flocke einen anderen Geschmack hätte oder als Tierform fröhlich am Himmel herumtanzen würde. Wären wir dann nicht alle bei diesem kalten Wetter draußen? Ich auf jeden Fall! Solche und andere Ideen sowie Verstrickungen existieren schon in meiner Fantasie und ich würde diese gerne in die Welt Kantarzia einfügen.
Wie kamst du darauf, Fantasy als Genre für deine Geschichte zu wählen? Liest du privat auch am liebsten Fantasy?
Ich bin – was das Schreiben anbetrifft – im Fantasygenre noch ein absoluter Neuling. „Die Zeitenspringerin“ ist meine erste geschriebene Fantasygeschichte. Zwar hatte ich schon lange Zeit Ideen für Fantasygeschichten, wusste aber, dass diese längere Projekte sein würden. Bis dato habe ich aber nur Kurzgeschichten geschrieben und mich noch nicht wirklich an meinen Wunsch – ein dickes Jugendbuch zu verfassen – gewagt.
Fantasy habe ich nicht bewusst als Genre gewählt, sondern die Idee der Zeitenspringerin tauchte beim Lesen des Satzes „Liebesgeschichte in Zeiten der Angst“ auf und ich versuchte diese als Kurzgeschichte umzusetzen. Es hat viel Spaß gemacht eine eigene Welt zu kreieren.
Privat lese ich gerne Fantasy, aber nicht ausschließlich. Bücher von z.B. Torey Hayden oder Werke wie „Veronika beschließt zu sterben“ (Paulo Coelho) oder „Der Schatten des Windes“ (Carlos Ruiz Zafón) ziehen mich auch in ihren Bann. Die Bücher aus meiner Kindheit (z.B. „Das Feuer von Kreta“ (Gabriele Beyerlein), „Morgenlicht und Sternenwächter“ (Michael Doris), „Taube unter Falken“ (Katherine Allfrey), Ronja Räubertochter und die Brüder Löwenherz (Astrid Lindgren) können mich auch immer wieder aufs Neue inspirieren. Vor allem dann, wenn ich Geschichten schreibe, Kindern vorlese oder ihnen meine Ideen vorspiele.
Hier geht’s zu Natalies Geschichte: https://www.triboox.de/manuskripte/?scriptid=5rKVDG3cy8BH
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Liebe Natalie K. Laura,
ich habe nun auch die letzte Geschichte in der Anthropologie gelesen und komme nicht herum, dir ein wenig Feedback zu geben, nachdem ich nun auch dein Interview gelesen habe. Ich bin meistens zu faul dafür aber deine Geschichte geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf!
, weil ich die Idee grandios finde. Irgendwie konnte ich mir die Geschichte voll gut in einem dicken Buch vorstellen, mit bunten Bildern oder als Hörspiel.
! Deine Geschichte hat mich auch inspiriert. Was ich besonders toll finde, ist dass du mit vielen Bildern schreibst und ich konnte mir deine Geschichte einfach 100% als Kinofilm vorstellen. Ich hoffe, dass du die Geschichte wirklich noch ausbaust oder schon an einer neuen schreibst?!
!
Dein Interview finde ich sehr interessant und es würde mich jetzt definitiv noch mehr freuen, in Zukunft mehr von dir zu hören. Du scheinst sehr kreativ zu sein, schreibst mit tollen Bildern und ich glaube, dass vor allem Kinder/Jugendliche deine Geschichten lieben würden. Ich find’s auf jeden Fall krass, dass die Zeitenspringerin deine erste Fantasygeschichte ist. Hut ab! Du solltest echt überlegen, mehr Fantasygeschichten zu schreiben (ich hoffe, dass du auch noch mehr uploadest – egal was!).
So, nun zur Geschichte. Ich bin bei triboox nicht angemeldet, deshalb schreib’ ich dir keine Rezension, sondern einen Kommentar.
Deine Geschichte hat mir sehr, sehr gut gefallen. Die Welt Kantarzia ist wirklich sehr kreativ und voll mit lustigen Ideen und auch die Charaktere mag ich. Deine Geschichte hat mich ein wenig an eine Mischung aus Harry Potter und die unendliche Geschichte erinnert – aber dennoch auf ihre Art total originell. Das find’ ich gut. Ich muss aber den anderen zustimmen, dass sie manchmal ein wenig verkürzt wirkt. Man merkt irgendwie, dass du viel länger hättest schreiben können und hättest du sie nicht für einen Wettbewerb mit Regeln geschrieben, wäre sie sicher viel länger, oder? Man muss sich halt manchmal schon sehr konzentrieren und überlegen wegen diesen vielen verschiedenen Zeiten. Außerdem hätte ich einfach auch gerne VIEL mehr gelesen
Schade finde ich, dass die Geschichte im Buch und auf triboox unterschiedlich gedruckt ist. Vor allem eine Stelle macht es schwerer die Geschichte dann zu verstehen (du hast es auf triboox kursiv geschrieben, aber im Buch ist es nicht kursiv – aber müsste es meiner Meinung nach sein, weil du von der Vergangenheit sprichst). Ich weiß nicht, ob du das geändert hast oder triboox?
Wie gesagt, deine Idee finde ich grandios und das kommt bei mir nicht immer vor. Meiner Meinung nach ist die Idee eh erstmal das Wichtigste und wenn die steht, kann nicht viel falsch laufen. Ich kapier’ nicht, wie du Kantarzia und alle Figuren in kurzer Zeit dir ausdenken konntest. Ich bin ein wenig neidisch, weil ich auch probiere zu schreiben
Ich finde es gut, dass die Hauptperson ein Mädchen ist und nicht immer ein Junge, der kämpft. Wobei mir jede Person irgendwie sympathisch ist (sogar die Schattenfrau und Meister Krupp) und ich mehr von ihnen erfahren will – mir kommt es nämlich so vor, als seien alle Personen sehr wichtig und hätten eine eigene LANGE Geschichte! Deine Schreibweise mag ich auch, denn der Text ist flüssig zu lesen und hat mich in eine andere Welt “gezaubert”. Ich stimme dir zu, dass du ganz viele Bücher über Kantarzia schreiben musst. Am besten auch vorm Zeitenriss. Dann kannst du von Meister Krupp und dem Illusionisten schreiben (wie sie als Brüder waren), vom Baum des Seins (woher der überhaupt kommt und welche Welten er noch macht) und natürlich von Nalena und Borius. Es fühlt sich gerade so an, als wäre die Zeitenspringerin “nur” ein ganz toller Trailer
Deine Geschichte war einfach das perfekte Ende der Anthologie. Viel Erfolg weiterhin!